Was entsteht, wenn du Raum lässt

Es gibt Phasen im Leben, die sich merkwürdig leer anfühlen. Nichts Konkretes passiert. Keine große Entscheidung steht an. Und trotzdem ist da dieses Gefühl, dass sich irgendetwas zeigen möchte.

Genau das sind oft die fruchtbarsten Phasen.

Wenn etwas endet, entsteht Raum. Nicht sofort sichtbar und auch nicht sofort greifbar. Aber er ist da. Ein Raum, in dem noch alles offen ist. In dem es keine Erwartungen gibt. In dem man einfach sein darf, ohne schon zu wissen, was als nächstes kommt.

Viele versuchen, diesen Raum schnell zu füllen. Mit Plänen, mit Entscheidungen, mit Aktivitäten. Das ist nachvollziehbar. Leere kann sich unangenehm anfühlen. Für manche lässt sie sich schwer aushalten.

Aber genau in diesem Raum, wenn man ihn zulässt, beginnt etwas zu entstehen. Nicht durch Druck und auch nicht durch Planung. Sondern durch Wahrnehmung. Durch Zulassen. Durch die Bereitschaft, noch nicht zu wissen, wie es weitergeht.

Was darf in dieser Zeit bei dir entstehen? Diese Frage lässt sich nicht mit Druck beantworten. Sie zeigt sich erst, wenn man innehält. Und sich erlaubt, in diesem freien Raum einfach nur zu sein.

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