Wenn das Leben sich fremd anfühlt

Veränderung kündigt sich nicht immer an – das gilt auch für den Moment, in dem du merkst, dass du dich selbst verloren hast.

Meistens merkt man es plötzlich. Auch wenn es ein schleichender Prozess war. Du hast dich an Erwartungen, an Menschen, an Situationen angepasst. Du hast funktioniert. Bis jetzt.
Und plötzlich spürst du: Du hast ein fremdbestimmtes Leben gelebt.

Das entwickelt sich über Jahre. Wir übernehmen Rollen, erfüllen Erwartungen, passen uns an – so lange, bis es sich völlig normal anfühlt. Bis du gar nicht mehr merkst, dass du dich dabei aus den Augen verloren hast.

Irgendwann weißt du nicht mehr, was du selbst eigentlich willst. Was sich für dich richtig anfühlt. Was deine eigene Meinung ist – und was davon nur die Stimme der anderen war.

Dieser Moment kann sich überwältigend anfühlen. Weil man plötzlich nicht mehr weiß, wer man ist – wenn man aufhört, das zu sein, was andere erwarten.

Was in solchen Phasen oft passiert: Wir versuchen, schnell wieder Orientierung zu finden. Einen Plan zu machen. Weiterzufunktionieren. Und überspringen dabei genau das, was diese Phase eigentlich braucht.

Denn, bevor du weißt, wohin du willst, musst du erst wieder spüren, wer du bist.

Was dann hilft, ist keine große Entscheidung. Sondern wieder in Kontakt mit dir selbst zu kommen. Zu spüren, was sich für dich richtig anfühlt – ganz ohne die Beeinflussung von außen.

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